Blasiussegen am 3. Februar

Freitag, 02 Februar 2024

Blasiussegen am 3. Februar

Da kommt einmal ein junger Mann und sagt vor dem Blasiussegen: „Ich brauche keinen Blasiussegen, ich esse keinen Fisch!“ Na ja, der hatte immer noch die Legende mit der Fischgräte im Kopf. Sie besagt, dass eine Mutter mit ihrem Kind, das an einer Fischgräte zu ersticken droht, den Bischof Blasius (um 300 in Armenien) um Hilfe bittet. Der als Wundertäter berühmte Bischof segnet das Kind und es ist gerettet. An seinem Gedenktag wird der Blasius-Segen gespendet.

„Ich brauche den Segen nicht! sagt also der junge Mann. „Ich esse sowieso keinen Fisch.“ „Weißt du, der Blasiussegen ist dafür da, damit alles geheilt wird, woran wir im Leben schwer schlucken müssen“, entgegnet ihm eine Freundin. „Ein Segen gegen alles, was dir im Hals steckenbleibt.“  Der junge Mann lächelt: „Dann möchte ich doch den Blasiussegen!“

Es stimmt schon: Manche empfangen den Blasiussegen magisch, wie einen frommen Zauber. Aber der Blasiussegen schützt ebenso wenig vor dem leichtsinnigen Umgang mit Fischgräten wie die Christophorus-Plakette den Autofahrer schützt, wenn er aus Leichtsinn einen Unfall baut. Gegen viele Krankheiten, die heute für Hals und Mund drohen, können wir uns durch die Medizin und durch gesundheitliche Vorsorge schützen. Den Segen Gottes brauchen wir aber trotzdem: Vor allem, dass wir bei allem was wir zu schlucken haben und was uns krank macht, nicht stumm werden vor Gott. Wir brauchen den Segen, damit uns der Mund geöffnet wird zum Lob Gottes und wie im Psalm heißt: „Tu meinen Mund auf, dich zu loben!“

Der Segen am Gedenktag des Bischofs Blasius, der ein wohltätiger und gütiger Bischof war, ermuntert selber zum Segen zu werden.

 So segne ich alle, die diesen Text lesen und wünsche Gesundheit und allen, die krank sind, gute Besserung.

 

Pater Gerhard Eberts